third living spaces & mind mobility assistant

DIGITALE MEDIEN/INTERACTION DESIGN

PROF. STEFAN WÖLWER, V.-PROF. HOLGER FRICKE

was ist mind?

Die auf künstlicher Intelligenz basierte Anwendung „Mind - Mobility Assistant“ hilft unter Berücksichtigung neuer technologischer Möglichkeiten die Individualität innerhalb einer öffentlichen, autonomen Flotte zu erhalten. Das heisst, dass Mind während der Fahrt im Fahrzeug einen auf den Nutzer und den Use Case zugeschnittenen Third Living Space herstellt - egal ob der Nutzer arbeiten, häuslichen Aktivitäten nachgehen oder entspannen will. All die zukünftigen Veränderungen benötigen für eine zufriedenstellende User Experience eine optimale Mensch-Maschine-Interaktion, eine verbindende Schnittstelle. Der Nutzer wird von Mind in allen Mobilitätsangelegenheiten unterstützt, sowohl vor, während als auch nach der Fahrt. Mind lernt den Nutzer kennen und merkt sich seine Bewegungsprofile und Tagesabläufe, aus denen es kontinuierlich intelligenter den Mobilitätsbedarf des Nutzers steuern kann. Dabei fügt sich die digitale Anwendung durch eine reine Sprach- und Messenger-Interaktion mit natürlicher Sprache ganz einfach und intuitiv in das Leben des Nutzers.

Artificial Intelligence

hintergrund, entwicklung des automobils und relevanz des themas

Carl Benz prägte das Jahr 1886 als Geburtsstunde des modernen, serienmässigen Automobils. Eine neue Ära der Mobilität begann, die eine sich bis heute ausdehnende Lawine an dramatischen Veränderungen in vielen Lebensbereichen ausgelöst hat. Der Mensch war nun in der Lage sich schneller und weiter fortzubewegen. Aufgrund dieses Vorteils wurde dem motorisierten Straßenverkehr mit der Zeit immer mehr Raum zugestanden - Städte, Berufe und Dienstleistungen veränderten sich rund um das persönliche Fahrzeug. Bis heute halten die Nachteile - wie beispielsweise die seit der Erfindung des Autos eindeutig steigenden Zahlen der Verkehrstoten - die Menschen nicht davon ab, diese Innovation zu nutzen.

Die Evolution des Automobils schreitet seitdem unentwegt fort. Die Ausprägungen beschränkten sich im Laufe der Zeit nicht mehr ausschliesslich auf das immer schnellere vorankommen, sondern verstärkt auch auf Komfort und Features im Fahrzeugraum. Dadurch definiert sich das Auto heute mehr denn je als Third Living Space - als „dritter Ort“. Es stellt eine Art persönlichen Rückzugsraum in der Öffentlichkeit dar, in welchem der Nutzer über persönliche Handlungsspielräume verfügt und Handlungen aus dem ersten Ort - dem Zuhause - und dem zweiten Ort - der Arbeit - weiterführen kann. Dennoch ist es Fakt, dass diese Handlungsspielräume durch die Konzentration auf die Teilnahme am Strassenverkehr eingeschränkt sind und hauptsächlich bei der Betätigung des Fahrzeugs liegen. Durch das autonome Fahren, welches den nächsten evolutionären Schritt des Fahrzeugs repräsentiert, kann und wird sich diese Tatsache aber grundsätzlich ändern. Erneut stehen die Menschen und das ganze infrastrukturelle Ökosystem des persönlichen Fahrzeugs vor einer neuen Schwelle der dramatischen Veränderung. Und erneut werden die Nachteile von den massiven Vorteilen des autonomen Fahrens überschattet.

 

 

 

mind sprachsteuerung

If a trend becomes obvious – you are too late.

ELON MUSK

die rolle von user experience in der mobilitätsentwicklung

Aus Sicht des UX Designs scheint es durchaus Weitsichtiger, das sich langsam abzeichnende Gesamtbild der zusammenhängenden Entwicklung anzusehen, als sich ausschliesslich auf das kommende Faktum „autonomes Auto“ zu beschränken. Der Wunsch nach kollektivem Konsum im Rahmen des Megatrends Konnektivität, welcher sich in den massiven Erfolgen der Sharing Economy mit Diensten wie Uber oder Airbnb abzeichnet, ist in diesem Zusammenhang besonders interessant. Es bietet dem Nutzer eine weitaus höhere Bandbreite an Ressourcennutzung, als in einem anderen Fall vielleicht möglich wäre. Betrachtet man nun speziell den urbanen Raum, in welchem sich Probleme der heutigen Mobilität ballen, ist es nicht verwunderlich, dass sich sämtliche Nutzer stetig vom Autobesitz entfernen und ein öffentliches Mobilitätsangebot in Anspruch nehmen. In Zukunft könnte das Bedeuten, dass eine Flotte autonomer Fahrzeuge dieses öffentliche Angebot repräsentiert. Für das Fahrzeug als Third Living Space bedeutet das eine enorme Modifikation. Zum einen wird die Fahrtzeit neue Nutzungspotentiale bieten, die heute noch undenkbar scheinen, zum anderen wird das Auto in einem solchen Szenario seine heutige Individualität verlieren.

Da wir in einer von Digitalisierung, Effizienz und Effektivität geprägten Zeit leben - also mitunter auch den Grundpfeilern des Inbegriffs der Usability - verschwimmen die Grenzen unserer drei Lebensräume durch die faszinierenden technologischen Entwicklungen und die damit verbundenen Dienste wie nie zuvor. Anhand dieser Prägung wird bereits nach intelligenten Lösungen für die Nutzungspotentiale des autonomen Fahrzeugs während der Fahrzeit gesucht. Aktuell beschränken sich die meisten dieser Lösungen jedoch auf Fahrzeuge, die im persönlichen Besitz stehen. Faszinierende Konzepte und Entwicklungen für den Fahrzeuginnenraum oder digitale Assistenten mit Eigenschaften einer künstlichen Intelligenz zeigen auf, wie wir in Zukunft den Third Living Space Auto nutzen werden - wir werden Filme schauen, Meetings halten oder einfach nur die Aussicht auf eine Metropole geniessen, während wir das Fahren an sich in die Hände einer Maschine, bzw. eines Computers, legen. Aber nach dem aktuellen Stand der Forschung eben nur, wenn es sich bei einem solchen Fahrzeug um Eigentum handelt.

mindsplashmindsplash

die mensch-maschine schnittstelle

Der Erfolg des autonomen Fahrzeugs hängt zukünftig von einem Schlüsselelement ab, nämlich der Mensch-Maschine-Schnittstelle. Speziell im Bereich des UX-Designs, welches sich durch die Gestaltung von Nutzererfahrungen definiert, stellt diese Schnittstelle eine große Herausforderung dar. Und aktuell herrschen akute Forschungslücken für das große Ganze: Die Gesamtentwicklung der Mobilität.

Die Menschen werden niemals aufhören sich fortzubewegen, nur die Art und Weise und Qualität wie sie es tun, wird sich ändern. Und die Potentiale sollten auch innerhalb einer allen zugänglichen Sharing Economy nicht vertan oder ignoriert werden. So stellt sich die Frage:

Wie schafft man es in einem solchen Szenario Individualität zu wahren und das Fahrzeug unter Berücksichtigung neuer technologischer Möglichkeiten, wie künstliche Intelligenz, weiterhin als „Third Living Space“ zu nutzen?

Mind soll als künstliche Intelligenz die Antwort darauf sein. Als aktiver Begleiter des Nutzers personalisiert es den Third Living Space einer öffentlichen Flotte autonomer Fahrzeuge für den Nutzer, stellt eine individuelle und situationsangemessene Umgebung für den Use Case her, organisiert die Mobilität des Nutzers grundsätzlich und handelt ausschliesslich aufgabenbasiert. Mind lernt den Nutzer kennen und merkt sich seine Bewegungsprofile und Tagesabläufe, aus denen es kontinuierlich intelligenter seinen Mobilitätsbedarf steuern kann.

mindmobilityassistantmindmobilityassistant
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